Förderung von Gesundheit

Was kann zur Förderung von Gesundheit unternommen werden?

Fünf Schritte zur Gesundheit im Unternehmen

Gesundheit sollte eine Querschnittsaufgabe im Betrieb sein, die bei wichtigen Entscheidungen, in der Personal- und Organisationsentwicklung immer mitgedacht werden muss. Die Arbeitsmedizin soll aktiv mit dem Management/HR-Bereich zusammenarbeiten.

Die optimale Vorgehensweise ist:

  1. Es gibt das strategische Ziel: „Gesundheit“,
  2. man analysiert, wie Gesundheit gefördert, erhalten oder wiederhergestellt werden kann,
  3. man plant Maßnahmen,
  4. man setzt Maßnahmen um
  5. und überprüft, ob sie wirken.

Beispiel: „Gesundheit kontinuierlich verbessern“

Es gibt gute Zugänge zum Erhalt bzw. zur Förderung von Gesundheit im Unternehmen

bilden zusammen das umfassende Gesundheitsmanagement.

Immer mehr Unternehmen nützen alle drei unterschiedlichen Zugänge, weil sie einander gut ergänzen. Allerdings unterscheiden sie sich von ihrem Zugang her klar: gesetzlich verpflichtender Arbeitnehmer*innenschutz im Gegensatz zur freiwilligen Basis von Betrieblicher Gesundheitsförderung und Betrieblichem Eingliederungsmanagement.

Die Präventivfachkräfte (Arbeitsmediziner*innen, Sicherheitsfachkräfte) und auch Arbeitspsycholog*innen sind wichtige Stützen im Gesundheitsmanagement.

Arbeitnehmer*innenschutz ist die Basis für den Gesundheitsschutz

Der in Österreich gesetzlich verpflichtende Arbeitnehmer*innenschutz beinhaltet alle wesentlichen Aspekte der Unterstützung einer alternsgerechten Arbeitsgestaltung und zum Erhalt von Arbeitsfähigkeit. Dieser sollte daher in jedem Betrieb nicht nur als gesetzliche Pflicht, sondern als Unterstützung zum Erhalt von Gesundheit ernst genommen werden!

Darüber hinaus sieht das Arbeitnehmer*innenschutzgesetz vor, dass je nach der in einem Betrieb gegebenen Gefährdungs- und Belastungssituation innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Präventionszeit neben Arbeitsmedizin und Sicherheitsfachkräften auch sonstige geeignete Fachleute wie Chemiker*innen r, Toxikolog*innen , Ergonom*innen u, insbesondere jedoch Arbeits- und Organisationspsycholog*innen  beizuziehen sind.

Beispiel: „Bildschirmpausen“

Betriebliche Gesundheitsförderung unterstützt das Gesundheitspotenzial

Oft sind es schon kleine Änderungen, die sich nachhaltig auf die Arbeitsbedingungen und das Betriebsklima auswirken. Gesundheitsverhalten kann erlernt werden. Genau hier liegt der Ansatz für Betriebliche Gesundheitsförderung. Gesundheit zu fördern, hilft gesunden genauso wie gesundheitlich beeinträchtigten Menschen. Das kann am Arbeitsplatz sehr gut gelingen.

Tipp:

Mitarbeiter*innen  lernen immer auch voneinander – das betrifft fachliche Fertigkeiten, aber beispielsweise auch gesundheitliches Verhalten. Vorbildwirkung von Führung unterstützt daher ein gesundheitsförderliches Verhalten!

Betriebliche Gesundheitsförderung bedeutet aber auch, dass Mitarbeiter*innen mit konkreten Angeboten und Maßnahmen unterstützt werden. Die Förderung von Gesundheit steht im Mittelpunkt, wenn es gesunde Ernährungsmöglichkeiten, Rückentrainingsangebote oder Entspannungsübungen im Unternehmen gibt. Aber auch klare Arbeitsabläufe und funktionierende Logistik fördern die Gesundheit. Mitarbeiter*innen , die für ihre Aufgaben ausreichend informiert sind, haben weniger Stress und arbeiten motivierter. Zum Beispiel können Fehler so leichter vermieden werden und die Motivation gestärkt werden.
Dazu nötige Informationen und Fördermöglichkeiten finden Sie unter anderem auf
www.netzwerk-bgf.at
www.fgoe.org
www.profitnessaustria.at

In der Betrieblichen Gesundheitsförderung geht es darum, Einflussfaktoren zum Erhalt von Arbeitsfähigkeit und Gesundheit über alle Lebensphasen zu stärken. Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst alle Initiativen von Arbeitgeber*innen für Arbeitnehmer*innen  zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Voraussetzung für das gute Gelingen von Betrieblicher Gesundheitsförderung ist jedenfalls die aktive Beteiligung an den angebotenen Maßnahmen.

Tipp:

Die Krankenversicherungsträger sind Ansprechpartnerinnen von Umsetzungs- und Förderungsmöglichkeiten der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Allgemeine Informationen und Kontaktpersonen finden Sie unter: www.netzwerk-bgf.at

Beispiel: „Gesundheitsförderung ist eine Top-Entscheidung“
Beispiel: „Mitarbeiter*innen bewegen Mitarbeiter*innen“
Beispiel: „Gestalten und Bewegen“

Wenn Mitarbeiter*innen  bereits krank sind: Betriebliches Eingliederungsmanagement

Betriebliches Eingliederungsmanagement unterstützt Gefährdete, Kranke oder gesundheitlich eingeschränkte Personen dabei, gut im Arbeitsprozess zu bleiben. Mitarbeiter*innen werden nach einer längeren Krankheit unterstützt und begleitet wieder in die Arbeit zurückkehren. Eingliederung ist daher nicht altersgebunden, denn krank können alle werden.
fit2work Personen- und Betriebsberatung (www.fit2work.at) ist das Unterstützungsprogramm der österreichischen Bundesregierung zur Wiedereingliederung.

  • Die fit2work-Betriebsberatung unterstützt Unternehmen dabei, die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter*innen  zu fördern und zu erhalten und Erfahrungsverlust im Unternehmen zu verhindern. Die Beratung wird finanziell gefördert. 
  • An die Personenberatung können sich Personen anonym wenden und kostenlos beraten lassen.

Beispiel: „fit2work“