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Erfolgsfaktoren & Stolpersteine

Zehn Erfolgsfaktoren
Wichtige Kriterien für gutes Arbeiten aller Generationen

  • Gestaltung von Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeder Generation, besonders aber der älteren, zum Erhalt von Arbeitsinteresse, zur Vermeidung beruflicher Sackgassen etc., z. B. durch alternsgerechte, lebensphasenorientierte Laufbahngestaltungen.
     
  • Vorurteile gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – wie beispielsweise „Ältere sind nicht mehr voll leistungsfähig!“, „Junge denken nur ans Feiern!“ – werden im Betrieb systematisch abgebaut.Wichtige Kriterien für gutes Arbeiten aller Generationen
     
  • Qualifizierung der relevanten betrieblichen Akteurinnen und Akteure (HR-Bereich, Vorgesetzte, Betriebsrätinnen und Betriebsräte) zu den Themen „alt, jung, Führen unterschiedlicher Generationen“.
     
  • Stärkeres Augenmerk auf Fachlaufbahnen (meist auf gleicher Hierarchieebene) neben den klassischen hierarchischen Karrieren.
     
  • Förderung lebenslanger Kompetenzentwicklung, Förderung der Veränderungs- und Lernfähigkeit durch Wechsel zwischen Aufgaben und Positionen.
     
  • Weiterbildung unter Berücksichtigung von altersgerechter Didaktik.
     
  • Etablierung von altersgemischten Teams zur Gewährleistung von Wissens- und Erfahrungstransfer und zur Nutzung der unterschiedlichen Stärken von Jüngeren und Älteren.
     
  • Vermeidung von einseitigen Tätigkeiten, die nur eine begrenzte Zeit ausgeübt werden können, Verhinderung längerfristig einseitiger Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Förderung von Belastungswechseln.
     
  • Gezielter Einsatz diverser ergonomischer Hilfsmittel zur Unterstützung.
     
  • Wahlmöglichkeiten bei Arbeitszeiten schaffen.


Zehn Stolpersteine
Vermeiden Sie folgende Vorgangsweisen, wenn Sie alle Generationen gut in den Arbeitsprozess integrieren wollen.

  • Indirekte oder direkte „Ausgrenzung“ von Älteren, etwa durch Nicht-Teilhabe an Weiterentwicklung und Weiterbildungsmaßnahmen oder dem Aussetzen von Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergesprächen.
     
  • Mangelnde Wertschätzung, beispielsweise interessante oder neue Aufgaben nur an Jüngere vergeben, weil diese angeblich kreativer und interessierter sind (was so nicht stimmt, und zudem ist die Erfahrung und Weitsicht auch wichtig).
     
  • Nicht-Berücksichtigung des körperlichen Abbaus bei der Arbeitsgestaltung, z. B. was Stehen, statische Muskelarbeit, schweres Heben und Tragen, hohen Krafteinsatz, Tätigkeiten mit gleichzeitig gebeugten und gedrehten Körperhaltungen, monotone Tätigkeiten, Wechsel von Hitze und Kälte, rasche Temperaturänderungen oder ausschließlich und viel Nachtarbeit anbelangt.
     
  • Einrichtung von Schonarbeitsplätzen anstelle von qualitätsvollen Alternativtätigkeiten, an denen die Expertise der Älteren eingebracht werden kann.
     
  • Ältere isolieren und allein arbeiten lassen (die soziale Interaktion ist wichtig für Generationendialog, Austausch etc.).
     
  • Starre Arbeitszeiten, keine selbstregulierbaren Pausen, da die Regenerationszeiten länger werden.
     
  • Das Wissen Älterer nicht abholen und nicht für Jüngere nutzen bzw. auch das Wissen künftiger Pensionistinnen und Pensionisten nicht zeitgerecht an ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger weitergeben.
     
  • Weiterbildung so gestalten, dass Ältere Angst haben, daran teilzunehmen, weil sie fürchten, sich vor den Schnelleren, Jüngeren zu blamieren.
     
  • Mythen „generieren“ bzw. zulassen, wie z. B.: Ältere produzieren immer mehr Krankenstand, sind unflexibel und wollen an keinen Veränderungen teilnehmen. Dadurch zur negativen Stigmatisierung beitragen.
     
  • Die verschiedenen Generationen in eine Konkurrenzsituation miteinander bringen.

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