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Bildungskarenz

Die Bildungskarenz ist in § 11 AVRAG geregelt und wurde im Jahr 2009 im Zuge des Arbeitsmarktpakets der Regierung zur Bewältigung der Krise reformiert.

Demnach kann zwischen dem/der Arbeitgeber/in und dem/der Arbeitnehmer/in gegen Entfall des Arbeitsentgeltes für die Dauer von mindestens zwei Monaten bis maximal einem Jahr Bildungskarenz vereinbart werden, sofern das Arbeitsverhältnis schon mindestens 6 Monate ununterbrochen gedauert hat.

Die Bildungskarenz kann auch in Teilen angetreten werden, wobei ein Teil mindestens zwei Monate dauern muss und die Gesamtdauer der einzelnen Teile ein Jahr nicht überschreiten darf. Eine neuerliche Bildungskarenz kann frühestens nach Ablauf von vier Jahren ab Beginn der letzten Bildungskarenz angetreten werden.

Saisonbeschäftigten ist der Zugang zu einer Bildungskarenz auch dann möglich, wenn ein befristetes Arbeitsverhältnis ununterbrochen 3 Monate gedauert hat.

Die zeitlichen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme (6-monatiges Arbeitsverhältnis, 2 Monate eines Bildungsteils und 3-monatiges Arbeitsverhältnis bei Saisonbeschäftigten) sind bis 31.12.2011 befristet.

Für die Zeit der Bildungskarenz hat der/die Arbeitnehmer/in Anspruch auf Weiterbildungsgeld in der Höhe des fiktiven Arbeitslosengeldes sofern Weiterbildungsmaßnahmen im Ausmaß von 20 Wochenstunden nachgewiesen werden.

Im Jahr 2009 haben 4972 Personen Bildungskarenz in Anspruch genommen.
Der Zustrom wird im Jahr 2010 enorm wachsen, bis Februar 2010 haben bereits 7063 Personen Bildungskarenz beantragt.

Bildungskarenz Plus

Die Bildungskarenz Plus ist eine zeitlich begrenzte Sonderförderung des AMS gemeinsam mit den jeweiligen Bundesländern.
Im Unterschied zur Bildungskarenz nach AVRAG beteiligen sich das Land und das Unternehmen an den Kurskosten.

Die Fördervoraussetzungen und Förderbedingungen sind von Land zu Land unterschiedlich:

Sie reichen von der Refundierung der Weiterbildungsmaßnahmen im Ausmaß von 25% und max. €1.250,- pro Person (Stmk) bis zum Ersatz von 50% und max. €3.000,- (OÖ, Wien und Tirol).
Gewisse Länder ziehen Obergrenzen bei der förderbaren Personenzahl ein (z.B. OÖ mit 30 Personen pro Unternehmen), Wien fördert eine unbegrenzte Personenzahl, gewährt jedoch max. €100.000,- pro Unternehmen.

Mehr Details unter www.ams.at/service-arbeitsuchende/finanzielles/leistungen/weiterbildungsgeld

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