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Studienbeihilfenbehörde

„Stip-Vital – Betriebliche Gesundheitsförderung in der Studienbeihilfenbehörde“

Name des Unternehmens

Studienbeihilfenbehörde

Branche

Öffentliche Verwaltung

Kurzbeschreibung des Projekts

Das Projekt „Stip Vital – Betriebliche Gesundheitsförderung in der Studienbeihilfenbehörde“ befasst sich nach dem kontinuierlichen Anstieg des Durchschnittsalters der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Erhaltung der langfristigen Gesundheit dieser und der strukturierten Wissensweitergabe bei Pensionsantritt. Als Instrument wurde eine Gesundheitsbefragung mit Einordnung in den Work-Ability-Index gewählt, um anschließend Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten oder Workshops zur seelischen Gesundheit umzusetzen.

Anlass

Der Anlass des Projektes ist der Anstieg des Durchschnittsalters der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studienbeihilfenbehörde. Aktuell liegt es bereits bei 45,4 Jahren. 32 % der Kolleginnen und Kollegen sind über 50 Jahre alt und nur 3 % jünger als 29 Jahre. Innerhalb der kommenden zehn Jahre wird ein Viertel der Beschäftigten das Regelpensionsalter erreichen. Gleichzeitig hat sich in den letzten Jahren die Anzahl der Krankenstandstage und der Kuraufenthalte kontinuierlich erhöht.

Ziel

Ziel des betrieblichen Gesundheitsförderungsprojekt „Stip Vital – Betriebliche Gesundheitsförderung in der Studienbeihilfenbehörde“ war und ist

  • die Erhaltung der langfristigen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zur Erreichung des Regelpensionsalters zu fördern.
  • in allen Lebenslagen ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.
  • den Verlust von Wissen durch eine strukturierte Wissensweitergabe vor dem Pensionsantritt bestmöglich zu verhindern.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studienbeihilfenbehörde.

Vorgehensweise

Das Konzept der betrieblichen Gesundheitsförderung wurde erstmals beim Gesamtseminar der Studienbeihilfenbehörde 2010 allen interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgestellt. Kurz darauf folgte die erste der inzwischen regelmäßigen Sitzungen der Stip-Vital-Steuerungsgruppe, die sich aus dem Behördenleiter, der Vorsitzenden des Dienststellenausschusses, der Sicherheitsvertrauenspersonen, der Beraterin von der Versicherungsanstalt öffentlicher Bediensteter und der Leiterin der Personalabteilung zusammensetzt.
2011 wurde erstmals eine Gesundheitsbefragung behördenweit durchgeführt in der anhand des Work Ability-Index die subjektiv empfundene Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhoben wurde.
Es formierte sich ein Gesundheitszirkel, der bewusst nur aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Leitungsfunktion besteht und in seinen Sitzungen die Gesundheitsbelastungen in der täglichen Arbeit diskutiert und Lösungsvorschläge erarbeitet.
Neben dem Gesundheitszirkel erarbeiteten die Führungskräfte der Studienbeihilfenbehörde in einer Demographie-Werkstatt Maßnahmen, um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit bis zur Pension zu fördern.

Maßnahmen

Die Maßnahmen entstanden aufgrund der Vorschläge der Steuerungsgruppe und starteten 2012 in die Umsetzung:

  • Erstellung eines Leitfadens für die strukturierte Wissensweitergabe bei Pensionierung von Führungskräften
  • Aufnahme der Vielfalt (Alter, Geschlecht, Herkunft) in das Leitbild
  • Flexible Arbeitszeit
  • Lichtmessung an allen Arbeitsplätzen
  • Obst-/Gemüsekorb
  • MitarbeiterInnen bewegen MitarbeiterInnen
  • Ermöglichung von Kurzpausen
  • Projekt ‚Konfliktlösung im KundInnenverkehr‘
  • Stimmtraining
  • Ernährungsseminare
  • Workshops zur seelischen Gesundheit
  • Herz-Lungen-Wiederbelebungskurs für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Sommer 2013 erfolgte die Evaluierung der Maßnahmen durch eine erneute Gesundheitsbefragung, in der neben dem Work-Ability-Index auch die Zufriedenheit mit den bisherigen Maßnahmen abgefragt wurde. Die Zufriedenheitswerte lagen bei allen Maßnahmen sehr hoch.

Ergebnisse

Durch das Projekt „Stip Vital – Betriebliche Gesundheitsförderung in der Studienbeihilfenbehörde“ hat sich

  • das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter verstärkt. So ist der tägliche Griff in den Obstkorb für viele selbstverständlich geworden.
  • die behördenintern angebotenen Gesundheitsseminare verzeichnen starken Zustrom.
  • der Zufriedenheitswert verbessert, wie eine nachfolgende Befragung 2013 erhob.

Deutlich merkbar ist das stärkere Achten auf die eigenen Ressourcen und vor allem das gestiegene Verantwortungsbewusstsein der Führungskräfte für die gesunde Arbeitshaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Burn-out-Prävention.

Handlungsfelder

Gesundheit, Führung, Weiterbildung, Arbeitsorganisation, Arbeitsinhalt, Arbeitszeit, Ergonomie, Leitbild, Personalentwicklung, Prävention, Stressmanagement, Wissensmanagement

Beschreibung des Unternehmens

Die Studienbeihilfenbehörde ist eine öffentliche Dienstleistungseinrichtung, die Informations-, Beratungs- und Finanzierungsaufgaben für Studierende im tertiären Bildungsbereich erfüllt.
Mit dem Angebot an Leistungen trägt die Behörde dazu bei, dass ihre Kunden ein Studium ergreifen und abschließen, das ihren persönlichen Interessen und Fähigkeiten entspricht.

  • Betriebsgröße: 127 MitarbeiterInnen
  • Branche nach ÖNACE: O (Öffentliche Verwaltung)

Adresse:
Studienbeihilfenbehörde
Gudrunstraße 179
1100 Wien
www.stipendium.at
Bundesland:
Wien

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