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gespag - Oberösterreichische Gesundheits- und Spitals-AG

"Lebensphasenorientierte Arbeitsgestaltung in der gespag"

Name des Unternehmens

gespag - Oö. Gesundheits- und Spitals-AG

Titel des Projekts

„Lebensphasenorientierte Arbeitsgestaltung in der gespag“

Branchenbezeichnung gemäß ONACE 2008

Gesundheits- und Sozialwesen

Kurzbeschreibung des Projekts

Lebensphasenorientierung als Maxime

Die gespag als Spitalsträger ist im speziellen mit Fragen der Auswirkungen des Altersstrukturwandels auf den Personalbedarf und der Feminisierung der Medizin konfrontiert. Um die Herausforderungen, die im Zuge der demografischen Veränderungen auf die Personalstruktur und -rekrutierung der gespag zukommen, aktiv zu steuern, implementierte die gespag rechtzeitig wirkungsvolle Maßnahmen und hat daher das Thema „Lebensphasenorientierte Arbeitsplatzgestaltung und Personalentwicklung“ (LOA) als wesentlichen strategischen Unternehmens-Schwerpunkt aufgenommen. Diese Lebensphasenorientierung spiegelt sich in den Aspekten einer flexiblen Arbeitszeit, Altersteilzeit, einer erweiterten Karenzregelung sowie eines Sabbaticals wider.

Anlass

Anlass für das Projekt war der starke Anstieg des Durchschnittsalters der MitarbeiterInnen und Rekrutierungsprobleme, die versucht wurden mit der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber zu beheben.

Ziele

Ziel war u. a. von der Einheitsmitarbeiterinnensicht zur lebensphasengerechten Betrachtungsweise der MitarbeiterInnen überzugehen. Leitfragen sind dabei

  • „Wie kann die Lern- und Leistungsfähigkeit und Gesundheit der MitarbeiterInnen und Berücksichtigung der Lebensphasen erhalten und gefördert werden?“
  • „Wie lässt sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie realisieren?“

Als Ziele wurden definiert:

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern
  • Langfristige Deckung des qualitativen und quantitativen Personalbedarfs
  • Erfahrene MitarbeiterInnen sollen länger im Unternehmen verbleiben
  • Motivation der MitarbeiterInnen steigern
  • Förderung des Wohlbefindens der MitarbeiterInnen am Arbeitsplatz
  • Abbau von gesundheitlich belastenden Arbeitsplätzen und Aufgaben, um dadurch die Gesundheit zu erhalten
  • Individuelle Ressourcen älterer Arbeitnehmerinnen stärken
  • Stärkung der Arbeitszufriedenheit bis zum Pensionsantritt

Anhand dieser Ziele sollten

  • die flexiblere Arbeitszeitgestaltung zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • die Reduktion der Belastung aus Schichtarbeit
  • und Arbeitsinhalte

verbessert werden.

Zielgruppen

Im Spitalsbetrieb, stehen MitarbeiterInnen 365 Tage lang rund um die Uhr im Dienste von PatientInnen. Die gespag sieht es als ihre Aufgabe an, für die MitarbeiterInnen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das den Bedürfnissen und Möglichkeiten in ihren Lebensphasen weitestgehend gerecht wird. Daher richtet sich das Projekt an alle MitarbeiterInnen.

Vorgehensweise

Wesentliche Aspekte für die Lebensphasenorientierung stellten die Schaffung von

  • Rahmenbedingungen zur beruflichen Leistungsentfaltung und Laufbahnplanung,
  • Förderung der persönlichen Entwicklung der MitarbeiterInnen,
  • Erhaltung der MitarbeiterInnen-Leistungsfähigkeit und Gesundheit,
  • Deckung des qualitativen und quantitativen Personalbedarfs

dar.

Die Wurzeln von LOA („Lebensphasenorientierte Arbeitsplatzgestaltung und Personalentwicklung“) in der gespag gehen auf das Jahr 2005 zurück. Informationen und Schulungen zum Thema folgten. 2007 war Start für das LOA- Pilotprojekt am LKH Rohrbach „Via RO“. Weitere gespag-weite LOA-Maßnahmen stellen die Gesundheitsförderung oder die Integration von LOA in das gespag-Weiterbildungsangebot dar.

Bereits seit einigen Jahren werden in der gespag verhaltens- und verhältnisorientierte Gesundheitsförderungsmaßnahmen durchgeführt. Ein Großteil dieser Maßnahmen resultiert aus der lebensphasenorientierten Arbeitsgestaltung. Als Erhebungsinstrument wurde eine anonyme Mitarbeiter-Zufriedenheitsbefragung eingesetzt.

Maßnahmen

Als Maßnahmen wurden folgende umgesetzt:

  • Altersteilzeit
  • Sabbaticals
  • Erweiterte Karenzregelungen
  • Familienfreundliche Teilzeitmodelle

Ergebnisse

Als konkretes Ergebnis von ViaRO kann gesagt werden, dass das „Lebensphasenorientierte Arbeitsplatzgestaltung und Personalentwicklung“-Modell-Spital mittlerweile die geringsten Krankenstände im Konzern aufweist.
Mit der Integration der Lebensphasenorientierung in das Fortbildungsprogramm der gespag wird die Lebensphasenorientierung mit vielfältigen Angeboten begleitet und leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zu lebenslangem Lernen, sondern unterstützt die einzelnen MitarbeiterInnen bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Das Projekt ist in der gespag in den Rang eines strategischen Unternehmensschwerpunkts gerückt und somit fix im Unternehmen verankert.

Folgende Ziele konnten erreicht werden:

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie konnte verbessert werden
  • Attraktivität der gespag als Arbeitgeber konnte gesteigert werden

Handlungsfelder

Arbeitsorganisation, Arbeitsinhalt, Arbeitszeit, Kompetenz

Art der Tätigkeiten

physisch, psychisch, psychosozial, sozial

Beschreibung des Unternehmens

Die gespag ist mit einem Marktanteil von rund. 44% Oberösterreichs größter Krankenhausträger und betreibt 10 Krankenhäuser, davon 8 Allgemeine Krankenhäuser und 2 Sonderkrankenhäuser. Die gespag bekennt sich zu einer regionalen, in das jeweilige sozio-kulturelle Bild der einzelnen Regionen eingebetteten, medizinischen Versorgung. Um den Patienten eine möglichst umfassende Behandlung und eine hohe Sicherheit zu gewährleisten, kooperieren mehrere Häuser in einer Region.

  • Betriebsgröße: 9.860 MitarbeiterInnen
  • Produkte/Dienstleistungen: Spitalsträger
  • Branche nach ÖNACE: Q (Gesundheits- und Sozialwesen)

Adresse:
Goethestraße 89
4020 Linz
contact@gespag.at
www.gespag.at
Bundesland:
Oberösterreich

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