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Tipps, die einen Lernprozess auch bei Älteren gut unterstützen können

  • Gestalten Sie Lernmaterial und Unterlagen zielgruppengerecht: Diese müssen besonders für ältere Lernende so gestaltet sein, dass sie sich auf die Praxis im Berufsalltag beziehen. Die Inhalte müssen dabei helfen, leichter zu arbeiten, Erfordernisse und Herausforderungen im Unternehmen besser bewältigen zu können. Lernen und Lernmaterialien müssen Sinn machen.
     
  • Sorgen Sie dafür, dass langsam wieder Lernen gelernt wird! Immer noch haben viele Personen keine Lerntechnik (Lerntechniken sind Strategien, die die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung neuer Informationen erleichtern). Jahrelanges Nicht-Lernen bringt eine Lernentwöhnung mit sich. Dies kann mit langsamem Anlernen bei langer Lernentwöhnung gemildert oder gar beseitigt werden. Lerntechniken müssen angeboten werden – dies unterstützt besonders Menschen, die schon lange nicht mehr gelernt haben. Sie bekommen dadurch wieder Appetit aufs Lernen.
     
  • Adaptieren Sie Inhalte und reduzieren Sie Geschwindigkeit: Zu schnell angebotener Lernstoff und Zeitdruck können gute Erfolge unmöglich machen. Dasselbe gilt für zu langsame Wissensvermittlung, vielleicht auch noch zu Themen, die ohnehin den meisten Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern schon bekannt sind. Erfolg mit Geschwindigkeit beim Lernen bedeutet, das Tempo des Lernens von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Seminars selbst bestimmen zu lassen.
     
  • Achten Sie auf Wiederholungen: Lernen braucht Wiederholungen der Inhalte mit Praxisbezug. In Weiterbildungen sollte zu Wiederholungen motiviert werden, Übungen dazu sollten humorvoll sein und anregen.
     
  • Unterstützen Sie ein gutes Gruppenklima: Ein gutes Gruppenklima ist Voraussetzung für ein gutes Lernklima. Auf Aufgaben konzentrieren macht grundsätzlich Freude. Wenn man sich untereinander versteht, gelingt dies besser. Konflikte in der Gruppe sollen sofort angesprochen und aufgelöst werden.
     
  • Unterstützen Sie den Umlernprozess: Gewohnte und bekannte Vorgehensweisen werden oft bevorzugt, auch wenn es gut wäre, den Arbeitsprozess zu überdenken. Das bedeutet jedoch, von der gewohnten Routine abzugehen und manches Mal sogar, die alte Arbeit (Arbeitsablauf) neu zu lernen. Wenn dann der Sinn des neuen Vorgehens den Betroffenen klar und einleuchtend ist sowie auch vorhandene Erfahrungen und Fertigkeiten miteinbezogen werden, kann ein Umlernen gelingen.
     
  • Eine kontinuierliche Aktivierung ist für einen guten Lernerfolg wichtig: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch Ältere, müssen kontinuierlich zum Lernen eingeladen werden. Direkte Vorgesetzte haben hier eine zentrale Rolle. Lernerfolge im höheren Lebensalter müssen unterstützt und angeregt werden, und zwar kontinuierlich und über lange Zeit. Der Erfolg sind ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gute Arbeit verrichten und kreative Vorschläge bringen.

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