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Welche Bedürfnisse können verschiedene Generationen haben

Beispiel eins:
Frau H., eine ältere Mitarbeiterin einer größeren Geschenkboutique, möchte gerne noch Wertvolles für ihren Betrieb beitragen. Sie hat noch eineinhalb Jahre bis zur Alterspension und möchte bis dahin nicht „nur vor sich hinarbeiten“, sondern ein Konzept zur Erneuerung des Verkaufsraumes erstellen und auch umsetzen. Der Inhaber der Boutique ermöglicht ihr drei einschlägige Workshops, deren Inhalte Frau H. bei der Erstellung des Konzepts unterstützen. Sie erhält darüber hinaus auch wertvolle Tipps für die Umsetzung. Frau H. erstellt einen Ablaufplan, zahlreiche Checklisten und setzt die Umgestaltung des Verkaufsraumes erfolgreich um. Ihre angefertigten Unterlagen werden auch für künftige Erneuerungen brauchbar sein und bleiben dem Unternehmen erhalten.

Beispiel zwei:
Ein jüngerer Mitarbeiter, Herr M., möchte gerne in einer anderen Abteilung arbeiten. Herr M. weiß noch nicht, wo er in diesem Unternehmen am ehesten bleiben möchte. Als er in die andere Abteilung wechselt, wünscht er sich eine Kollegin oder einen Kollegen, der ihn in die neuen Aufgaben einführt. Herr M. möchte fragen können, sobald er etwas nicht versteht, und dafür nicht schief angesehen werden. Dem Mitarbeiter wird von der Führungskraft der neuen Abteilung eine erfahrene Kollegin zur Seite gestellt. Der Erfolg beider Führungskräfte zeigt sich, als Herr M. nach seiner „Wanderschaft“ durch verschiedene Tätigkeiten ambitioniert und motiviert im Unternehmen bleibt.

Beispiel drei:
Ein 35-jähriger Mitarbeiter, Herr I., hat gerade eine Tochter bekommen, eine Kollegin, Frau N., 40 Jahre alt, pflegt ihre Mutter. Die Führungskräfte der beiden Personen nehmen das Leitbild des kleinen Unternehmens, in dem sie arbeiten, ernst: Die Berücksichtigung der Privatsphäre – Kinder und Eltern – lohnt sich. Herr I. und Frau N. erhalten Erleichterungen bei Dienstplan- und Urlaubsgestaltung. Das bedeutet, dass sie recht flexibel entscheiden können, um wie viel Uhr sie in den Betrieb kommen, sie können auch Arbeit mit nach Hause nehmen (und als Arbeitszeit schreiben). Das Unternehmen vertraut ihnen in ihren Zeitaufzeichnungen. In den folgenden Jahren zeigt sich immer wieder, dass gerade Herr I. und Frau N. ihrem Unternehmen dankbar sind. Beide sind besonders engagiert und bleiben auch nach den familiären Herausforderungen dem Unternehmen treu.

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