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Rudi Kaske
Präsident der Arbeiterkammer (AK)

Erfreulicherweise werden die Menschen immer älter: In den kommenden Jahrzehnten wird die Zahl der älteren Menschen in der Gesellschaft stetig ansteigen und entsprechend werden auch die Belegschaften in vielen Branchen durchschnittlich „älter“ sein als früher. Das ist grundsätzlich eine gute Nachricht, v.a. dann, wenn die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsorganisation so ausgestaltet sind, dass die ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit haben, gesund, gut ausgebildet und wertgeschätzt ihrer Arbeit nachzugehen.

Die demografischen und technologischen Veränderungen in der Arbeitswelt bringen neue Chancen, aber auch große Herausforderungen mit sich, wenn es darum geht, eine gute Balance zwischen den steigenden Anforderungen und den dafür notwendigen sozialen, fachlichen und betrieblichen „Ressourcen“ zu finden.

Jene Unternehmen, denen es gelingt, die langjährige Erfahrung und Expertise ihrer älteren ArbeitnehmerInnen zielgerichtet und nachhaltig einzusetzen, werden sowohl den unternehmerischen Anforderungen entsprechen als auch ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden können.

Vor diesem Hintergrund brauchen wir dringend eine Arbeitsmarktoffensive, die auch zur Verbesserung der realen Chancen der Älteren auf dem Arbeitsmarkt beiträgt. Wir brauchen nicht nur genügend Arbeitsplätze, sondern auch eine „alternsgerechte“ Arbeitswelt, die auf die jeweiligen Bedürfnisse und Stärken der erwerbstätigen Menschen Bedacht nimmt. Das kommt gleichermaßen den Älteren wie auch den Jüngeren zugute.

Über die Arbeiterkammer

Die Arbeiterkammer vertritt österreichweit die Interessen von über 3,5 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegenüber Regierung und Wirtschaft.
Als gesetzliche Interessenvertretung ist die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Beschäftigung, Weiterbildung, Qualifizierung und Wiedereingliederung ihrer Mitglieder am Arbeitsmarkt zuständig. Daneben vertritt die Arbeiterkammer die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einer Vielzahl von Themen, darunter Arbeits- und Sozialrecht sowie Verbraucherschutz.

Die AK hat 2015 österreichweit mehr als zwei Millionen Beratungen durchgeführt und für ihre Mitglieder rund 260 Millionen Euro vor Gericht und außergerichtlich zurückgeholt. Der Großteil der Beratungen findet zu den Themen Arbeits- und Sozialrecht statt. Aber auch in Konsumentenschutz- und Steuerrechtsfragen helfen die AK-BeraterInnen oft weiter.
Die Arbeiterkammern nehmen jedes Jahr zu mehr als 800 Gesetzen und Verordnungen Stellung und vertreten auch hier die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – für eine gerechte Arbeitswelt.

Die Arbeiterkammern bestehen aus der Bundesarbeitskammer und neun Länder-Arbeiterkammern. Da die AK eine gesetzliche Interessenvertretung ist (geregelt im Arbeiterkammergesetz – AKG), entscheidet der Gesetzgeber über AK-Mitgliedschaft und -Beitrag.

Film „Was macht die AK?“
https://www.youtube.com/watch?v=l9VcfQzZEEU

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