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Merckens Karton- und Pappenfabrik GmbH

„Productive Ageing“ und „Strategische Personalbedarfsplanung“

voestalpine AG - Das LIFE Programm

Eine attraktive Arbeitswelt voestalpine für alle Generationen und Geschlechter.

Salzburg AG - "Genera" und "Energie leben, Energie geben"

Ältere MitarbeiterInnen sind nicht Teil des Problems sondern Teil der Lösung.

Shell Austria GmbH

Altersteilzeit in Verbindung mit Jobsharing

GRABNER GmbH - Aktivitäten für ältere ArbeitnehmerInnen

Der größte Teil der MitarbeiterInnen ist seit der Unternehmungsgründung mit dem Gründer und Inhaber älter geworden. Ein beständiges Team seit über 30 Jahren.

Erfordernisse & Folgen

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...“ Was passiert, wenn Unternehmen, Personalverantwortliche und BetriebsrätInnen den demografischen Wandel ignorieren? Wenn sie den Wandel in der Alterszusammensetzung der Belegschaft versäumen?

Untätigkeit bedeutet für die "älter werdenden" Betriebe, dass sie den unterschiedlichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden können und ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Untätigkeit wirkt sich negativ auf die Arbeitsbewältigungsfähigkeit der MitarbeiterInnen aus, erhöht den Stress und gefährdet die Gesundheit, die MitarbeiterInnen gehen in „innere Pension“.

Dem Eintreten dieser Folgen – und somit strategischen Nachteilen – kann durch die Strategie des alternsgerechten Arbeitens – nachhaltig entgegengewirkt werden.

Um die Arbeitswelt für alle MitarbeiterInnen so zu gestalten, dass ein längerer Verbleib im Arbeitsprozess möglich, sinnvoll und verträglich wird, müssen Arbeitsprozesse an die jeweiligen Fähigkeiten und Stärken der MitarbeiterInnen – unabhängig von ihrem jeweiligen Alter – angepasst werden. Förderlich sind Maßnahmen:

  • zur Stärkung und zum Erhalt der Arbeitsbewältigungsfähigkeit, beispielsweise durch die Vermeidung bzw. Reduzierung von dauerhaft schweren oder einseitig belastenden körperlichen Tätigkeiten
  • zur Stärkung und zum Erhalt von Arbeitsinteresse und Motivation
  • zur Stärkung der sozialen Einbeziehung, der Zusammenarbeit, der Führungs- und Unternehmenskultur

Folgen für den Ertrag und die Produktivität von Unternehmen - Erfahrungs-, Know-How- und Kompetenz-Verlust Um dies zu verhindern, muss ein starker Austauschprozess zwischen jüngeren und älteren MitarbeiterInnen gezielt gefördert werden.

  • Einbruch von Qualität und steigende Lohn-Stück-Kosten Der Verlust von Erfahrungswissen verursacht Qualitäts- und Effizienzverluste bei den Arbeitsprozessen, bei der Produktion und bei der Erreichung von betrieblichen Zielen. Damit gehen Ertrags- und Produktivitätseinbußen sowie eine Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit einher.
  • Hohe Kosten der Personalrekrutierung Gelingt es nicht, ältere MitarbeiterInnen produktiv im Unternehmen zu halten, muss die Rekrutierung von MitarbeiterInnen verstärkt werden, um den Erhalt der Belegschaft zu gewährleisten. Die Kosten erfolgreicher Personalrekrutierung können sehr hoch sein.
  • Stabilitätsverlust und Wettbewerbseinbußen Instabile Belegschaften führen zu nachteiligen Veränderungen im Unternehmen. Veränderungen in den Abläufen, beim Funktionieren des Gesamtunternehmens bewirken schließlich Kostenerhöhungen und Nachteile in der Wettbewerbsfähigkeit.
  • Verlust der KundInnen- und Marktbeziehung Ein großer Altersunterschied zwischen Belegschaft und KundInnen kann zur Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen aus dem Blickwinkel einer Generation alleine führen und so ein breiteres KundInnen-Interesse verfehlen. Dem muss rechtzeitig gegengesteuert werden.

Folgen für die Unternehmenskultur

  • Fehlen Maßnahmen, die ein produktives Altern im Unternehmen ermöglichen, die Abneigung gegen Ältere bzw. einen Jugendkult vermeiden, so hat dies negative Auswirkungen auf das Arbeitsklima und die Produktivität.
  • Mangelnde Wertschätzung Älterer durch Vorgesetzte. Werden ältere MitarbeiterInnen nicht gefordert und geschätzt, kann dies zu „innerer Pensionierung“ und folglich zum Verlust der Arbeitsfähigkeit, zu Krankheit und schließlich zu Arbeitsunfähigkeit führen
  • Mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Generationen führt zu Konflikten und zieht erhebliche Verluste von Wissen, Kompetenzen und Erfahrungen nach sich.

Unternehmen, die die Alterung ihrer Belegschaften ignorieren, nehmen hohe Kosten und Verluste in Kauf.

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