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Grafik 1: Arbeitslosigkeit in Österreich nach Alter (2007)
Grafik 2: Durchschnittsdauer der Arbeitslosigkeit nach Alter 2007

Arbeitslosigkeit

Charakteristika der Altersarbeitslosigkeit in Österreich

Ein erster Blick auf die Arbeitsmarktstatistiken würde unmittelbar keinen größeren Handlungsbedarf hinsichtlich der Verbesserung der Chancen von Älteren am Arbeitsmarkt ableiten lassen. Die Wahrscheinlichkeit von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, ist bei älteren Menschen über 55 Jahren nicht wesentlich höher als von jüngeren Bevölkerungsgruppen

Daten zu Arbeitslosenquoten in Österreich nach Altersgruppen (2007,%)

  Gesamt Männer  Frauen
bis 19 J. 4,9% 4,1% 6,2%
20-24 J. 7,9% 8,8% 6,9%
25-29 J. 6,4% 7,0% 5,8%
30-34 J. 6,4% 6,2% 6,5%
35-39 J. 6,2% 5,9% 6,5%
40-44 J. 5,9% 6,0% 5,8%
45-49 J. 5,5% 6,0% 5,0%
50-54 J. 5,9% 6,3% 5,4%
55-59 J. 7,2% 7,6% 6,5%
60 J.+ 6,5% 7,7% 2,4%

(vgl. auch Grafik 1)

Mitzuberücksichtigen sind unter anderem auch noch die SchulungsteilnehmerInnen über 55, die nicht als arbeitslos gelten, obwohl sie de facto einen Arbeitsplatz suchen. 2007 gab es 2.468 SchulungsteilnehmerInnen über 55 Jahre. (Quelle: AMS 2008)

Eine Besonderheit der Altersarbeitslosigkeit besteht auch darin, dass sie deutlich länger dauert als bei Jüngeren. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit ist beispielsweise in der Gruppe der 60- bis 64-Jährigen mit 125 Tagen etwa doppelt so hoch wie jene der Arbeitsuchenden zwischen 20 und 24 Jahren.

Daten zu Durchschnittsdauer der Arbeitslosigkeit nach Altersgruppen (2007, in Tagen)

bis 19 J. 64
20-24 J. 78
25-29 J. 91
30-34 J. 98
35-39 J. 104
40-44 J. 108
45-49 J. 110
50-54 J. 114
55-59 J. 124
60-64 J. 125
65 J.+ 137

(vgl. auch Grafik 2)

Hinzu kommt, dass die psychosozialen Folgewirkungen von Arbeitslosigkeit für Ältere besonders gravierend sind. Darauf verweisen jüngste Forschungsergebnisse (Forba-Studie: „Da kräht kein Hahn nach ihnen“).

Ursachen der Schwierigkeiten älterer Menschen am Arbeitsmarkt

Die Gründe hoher und längerer Arbeitslosigkeit und der vergleichsweise niedrigen Erwerbsquoten Älterer sind vielfältig. Relevante Ursachen sind:

  • betriebsspezifisch eingeengte Berufskarrieren
  • Vorurteile gegenüber älteren ArbeitnehmerInnen
  • gesundheitliche Beeinträchtigungen
  • vermutete oder tatsächliche geringere Leistungsfähigkeit
  • veralterte Qualifikationsprofile
  • sektoral deutliches Senioritätsprinzip in Lohnsystemen

Die Einstellung und Ausrichtung der Personalpolitik auf die MitarbeiterInnengeneration 45+ wird zu einem kritischen Erfolgsfaktor, für einzelne Betriebe genauso wie im internationalen Wettbewerb.

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