www.arbeitundalter.at

SONNENTOR Kräuterhandels GmbH

Da wächst die Freude

Merckens Karton- und Pappenfabrik GmbH

„Productive Ageing“ und „Strategische Personalbedarfsplanung“

TenCate Geosynthetics Austria GmbH - Schichtplanreform

Senkung der Nachtschicht sowie der Wochenarbeitszeit in der chemischen Produktion zur Verbesserung der Arbeitsplatzqualität

Nettingsdorfer Papierfabrik AG & Co KG

Miteinander gesund älter werden (Oktober 2003-Juni 2006)

Sabtours Touristik GmbH - Busfahren - ein Lebensberuf

Ein Betriebliches Gesundheitsförderungsprojekt zur alter(n)ssensiblen Personalpflege
Grafik 1: Krankenstandsfälle je Versicherte/n und Krankenstandstage je Fall nach Alter und Geschlecht (2006)

Gesund bleiben

Eine der größten Herausforderungen für den österreichischen Arbeitsmarkt besteht darin, ein gesundes Älterwerden am Arbeitsplatz zu ermöglichen und zu fördern. In diesem Zusammenhang geht es nicht nur um individuelle Bedürfnisse nach Erhalt der Gesundheit, die einen wichtigen Faktor für die Lebensqualität der Menschen darstellt. Es geht vielmehr um einen umfassenden Ansatz, der die Arbeitsfähigkeit der ArbeitnehmerInnen sowie die aktive Teilhabe am Erwerbsleben und folglich auch am Gesellschaftsleben fördert.

In der öffentlichen Diskussion werden älteren Beschäftigten häufig überdurchschnittlich lange Abwesenheiten vom Arbeitsplatz aufgrund von Krankheit oder Arbeitsunfällen unterstellt. Bei genauerer Betrachtung der Krankenstandsfälle je Versicherten nach Altersgruppen (vgl. Grafik 1) zeigt sich jedoch, dass ältere ArbeitnehmerInnen am Arbeitsplatz nicht öfter krankheits- oder unfallbedingt ausfallen als jüngere KollegInnen.
(vgl. Grafik 1)

Die Grafik zeigt, dass die Krankenstandsfälle jüngerer ArbeitnehmerInnen sogar deutlich über jenen der älteren MitarbeiterInnen liegen. Allerdings wird mit dem Alter die Dauer der Krankenstände länger. Der durchschnittliche Krankenstand dauerte 2006 bei den Unter-25-Jährigen sieben Tage, bei den 60-64-Jährigen war er mehr als drei mal so lang (vgl. Leoni/Mahringer 2008, 32). Generell kann aber festgestellt werden, dass sich die Krankenstände von Beschäftigten in Österreich zwischen 2000 und 2006 rückläufig entwickelt haben und durchschnittlich 11,5 Tage dauerten.

Erhebungen der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Dublin Foundation) zeigen zudem, dass in Österreich zwischen 40% und 50% der Krankenstände aus Sicht der Befragten arbeitsbedingte Ursachen haben (vgl. Leoni/Mahringer 2008, 124, Anm. 99).

Das heißt, dass die konkreten Arbeitsbedingungen den Gesundheitszustand der Beschäftigten stark beeinflussen. Dies gilt insbesondere für die Älteren. Insofern kann die Frage nach der Häufigkeit von Krankenständen nicht losgelöst von der Frage nach den konkreten Arbeitsbedingungen diskutiert werden und es gibt beträchtlichen Handlungsbedarf im Hinblick auf eine Stärkung des Gesundheitsschutzes in den Betrieben.

Aus dem aktuellen Fehlzeitenreport für Österreich (vgl. Leoni/Mahringer 2008, 124) geht hervor, dass durch eine Anpassung der Arbeitsbedingungen an die Betroffenen nach wie vor große Einsparungspotenziale für Betriebe, die Gesellschaft und die Betroffenen selbst möglich sind.

Nur jene Unternehmen, die heute Maßnahmen ergreifen um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit ihrer MitarbeiterInnen zu entwickeln und zu erhalten, werden auch morgen noch wettbewerbsfähig sein.

Artikel weiterempfehlen

© 2016 Arbeit und Alter - Alternsgerechte Arbeitsorganisation Impressum