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Grafik 1: Junge und Ältere - Anteile an der Gesamtbevölkerung, EU-27 (2010-2030)
Grafik 2: Junge und Ältere – Anteile an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, EU-27 (2010-2030)
Grafik 3: Altersverteilung in % der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, EU-27 (2010-2030)
Grafik 4: Altersverteilung der erwerbsfähigen Bevölkerung, Österreich (2010-2030)
Grafik 5: Altersverteilung der erwerbsfähigen Bevölkerung, Österreich (2010-2020)

Bevölkerung

Der (fortschreitende) demografische Wandel ist mit großen Herausforderungen in der EU-27 verbunden. Obwohl die Entwicklungen in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich sind, so lassen sich europaweit dennoch einige Trends konstatieren (vgl. EK, Demography report 2010, 27):

  • Die Fruchtbarkeitsraten in der EU-27 steigen leicht.
  • Geburten treten bei zunehmend höherem Alter der Mütter auf.
  • Die Lebenserwartung der Menschen in Europa steigt – insbesondere durch „gewonnene“ Lebensjahre im höheren Alter.
  • Die Menschen leben nicht nur länger – sie sind dabei auch länger gesund.
  • Die Migrationsdynamik hat sich 2008 verflacht.
  • Die ZuwanderInnen dürften schlechter ausgebildet sein und vorwiegend in jenen Segmenten des Arbeitsmarkts integriert werden, die unter ihren Formalausbildungen liegen.
  • Die „Alterung“ der Gesellschaft in Europa verläuft nicht einheitlich. Die Dynamiken unterscheiden sich wesentlich zwischen den einzelnen Ländern.

(vgl. Grafik 1)

Aktuelle Prognosen (vgl. Grafiken 2 und 3) gehen davon aus, dass sich bis 2020 bzw. 2030 wie die Altersstruktur der Bevölkerung in der EU auch die Altersstruktur der Personen im Erwerbsalter wesentlich verschieben wird:

  • Der Anteil der älteren Personen (50-64 J.) im erwerbsfähigen Alter wird von 28,4% (2010) auf 32,7% (2030) steigen.
  • Der Anteil der jüngeren Personen (15-29 J.) im erwerbsfähigen Alter wird von 28,1% (2010) auf 26,5% (2030) zurückgehen.
    (vgl. Grafik 2)
  • Die Gruppe der über-45-jährigen Personen im erwerbsfähigen Alter wird ab 2015 den größten Anteil der Personen im Erwerbsalter in den EU-27 darstellen.
    (vgl. Grafik 3)

In Österreich wird dieser beschriebene Trend sogar deutlicher ausfallen: Die Altersstruktur der erwerbsfähigen Bevölkerung weist im Vergleich zu den prognostizierten europäischen Entwicklungen bis 2020 mit 44% einen noch höheren Anteil an Personen im erwerbsfähigen Alter auf, die über 45 Jahre alt sind. Bis 2030 dürfte sich dieser Anteil auf hohem Niveau stabilisieren. (vgl. Grafik 4)

In der Grafik 5 wird die Altersstruktur der Personen im Erwerbsalter in Österreich im Detail dargestellt. Demnach wird im Jahr 2020 die Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen die in absoluten Zahlen größte Kohorte der erwerbsfähigen Personen repräsentieren. Daraus kann die ummittelbare Notwendigkeit und Dringlichkeit politischer und gesellschaftlicher Veränderungs- und Reformprozesse abgeleitet werden.
(vgl. Grafik 5)

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