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Altersgerechtes Arbeiten
v.l.n.r.: Hildegard Weinke (AK), Julia Schitter (IV), Ingrid Reifinger (ÖGB) Die Initiative Arbeit & Alter stellte ihre Lösungen für alternsgerechtes Arbeiten vor. Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!
Zahlreiuches Publikum bei der Veranstaltung Arbeit & Alter: Tipps & Lösungen Die Reihen im ANZ St. Pölten waren dicht besetzt.

Tipps & Lösungen für alternsgerechtes Arbeiten. Nachbericht zur Veranstaltung vom 27.9.2016

Die Initiative Arbeit & Alter stellte im ArbeitnehmerInnenzentrum (ANZ) St. Pölten ihre Lösungen für den betrieblichen Alltag vor.

Älteren ArbeitnehmerInnen zu ermöglichen, dass sie länger und vor allem gesund ihrer Beschäftigung nachgehen können, ist eines der zentralen Themen in der Arbeitswelt. Dementsprechend wichtig ist die Gestaltung der Arbeitsplätze. Arbeitsfähigkeit und Gesundheit sind wesentlich für die Beschäftigten, um in einem zusehends längeren Berufsleben physisch und psychisch aktiv zu bleiben. Das liegt auch im Interesse der Arbeitgeber, die mit älter werdenden Belegschaften produktiv und wettbewerbsfähig bleiben wollen.
Die Initiative Arbeit & Alter setzt auf gemeinsame Lösungen und hat ein Online-Angebot mit „Tipps & Lösungen” entwickelt. Gemeinsam mit ExpertInnen aus Unternehmen, Betriebsberatung, Gesundheitsförderung und Arbeitsmarktservice wurde bei der Veranstaltung ausgeführt, worauf es bei alternsgerechtem Arbeiten ankommt, worauf zu achten ist und wie eine rasche und gute Umsetzung im Betrieb gelingen kann.

Begrüßung und Eröffnung im ANZ St. Pölten erfolgten durch Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, und KommRin Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Die Moderation hatte Dr. Christian Haberle, MPH, Arbeiterkammer Niederösterreich, über.

In Teil I des Programms Alternsgerecht arbeiten im Betrieb – stellten Mag.a Maria Kaun (WKÖ-Arbeitsrecht-Expertin), Bakk.a Hildegard Weinke (AK-Expertin für ArbeitnehmerInnenschutz), Dr.in Ingrid Reifinger (ÖGB-Expertin für Gesundheit und Arbeit) und Dr.in Julia Schitter (IV-Expertin im Bereich Arbeit und Soziales) die vier wesentlichen Handlungsfelder für alternsgerechtes Arbeiten vor:
Führung
Weiterbildung

Gesundheit und
Arbeitsorganisation

Durch Unternehmensbeispiele bekam das zahlreich erschienene Fachpublikum danach einen Einblick in die praktische Umsetzung.

Unternehmensbeispiel Baustoffindustrie GmbH - Standort Wopfing: „Generationenteam”
ArbeiterInnenbetriebsratsvorsitzender Manfred Mikusch erklärte: „Wir wollen als familiengeführtes Unternehmen, dass unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht nur lange bleiben, sondern dass sie ihre Stärken und ihr Wissen bis zum Pensionsantritt gut einbringen können und wollen.“

Unternehmensbeispiel Würth Handelsges.m.b.H.: „Arbeit und Altern – eine gestaltbare Symbiose“
Mag.a (FH) Ruth Kaden, Personalentwicklerin und Trainerin der Würth Handelsges.m.b.H. führte aus: „Arbeit alternsgerecht zu gestalten ist so einfach – wenn man als Unternehmen hinschaut und hinhört. Und das beginnt nicht erst ab einem gewissen Alter der MitarbeiterInnen.“

Teil II des Programms befasste sich mit Beratungen und Informationen zu alternsgerechtem Arbeiten.

Mag.a Marion Carman, stv. Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ, gab eine Übersicht über das Förderangebot im Bereich Arbeit und Alter des AMS Niederösterreich und betonte: „ArbeitnehmerInnen der Generation 50+ sind wichtige Know-how- und VerantwortungsträgerInnen. Verlieren sie aber ihren Job, dauert es länger, bis sie wieder eine neue Anstellung finden. Ältere suchen derzeit (Stand Juli 2016) im Schnitt 185 Tage, mehr als 14  Wochen länger als Jugendliche. Daher ist es besonders wichtig, die Beschäftigungsfähigkeit Älterer zu erhalten und zu fördern.“

fit2work Betriebsberatung für ein gesundes Arbeitsleben: Mag.a Laura Soroldoni, regionale Ansprechperson für fit2work NÖ, berichtete über positive Erfahrungen. „Wir freuen uns darüber, dass wir seit dem Start von fit2work im September des Vorjahres bereits rund 380 Unternehmen gewonnen haben, die fit2work umsetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen, die ihre Arbeitsfähigkeit wieder herstellen und sogar langfristig fördern können.“

Betriebliche Gesundheitsförderung – für jedes Alter: Thomas Samwald, Umsetzungsverantwortlicher Betriebliche Gesundheitsförderung der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse betonte, dass „mit Betrieblicher Gesundheitsförderung alter(n)sgerechtes Arbeiten unterstützt wird!“

Gütesiegel NESTORGOLD – Leitfaden für gesunde Produktivität in allen Lebensphasen: Susanne Oberleitner-Fulmek, MSc, NestorGOLD-Kooperationspartnerin betonte:„Für ein „ausgezeichnetes Generationenmanagement“ braucht es die „richtige Brille“ in der Organisation: für die Bedürfnisse/Werte der Generationen, für wirksame Führung und Arbeitsgestaltung und für die Förderung der Selbstverantwortung der MitarbeiterInnen.“

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