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„HABAUfit“ - … ein Leben lang!
Teilnahme am AUVA-PVA-Programm „Fit für die Zukunft – Arbeitsfähigkeit erhalten“ als Pilotbetrieb

UPM-Kymmene - Human Ressources (HR)

Sicherung und Flexibilität älterer MitarbeiterInnen

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"Alter(n)gerechtes Arbeiten"

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Lehrlinge der voestalpine AG lehren ältere MitarbeiterInnen die Nutzung des Internet

Wiener Krankenanstaltenverbund - Geriatriezentrum Favoriten

Generationenbalance: Arbeitsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit in allen Lebensphasen“
Referentinnen der Veranstaltung Arbeit & Alter, Tipps & Lösungen Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!

Alternsgerecht Arbeiten im Betrieb. Nachbericht zur Veranstaltung vom 9.3.2016

Arbeit & Alter stellte Tipps & Lösungen vor rund 100 Vertreterinnen und Vertretern aus Kärntner Betrieben vor.

Am 9. März 2016 präsentierten die österreichischen Arbeitgeber- und ArbeitnehmerInnenorganisationen in den Räumlichkeiten der Industriellenvereinigung Kärnten ihr erweitertes Onlineangebot „Tipps und Lösungen“ zum alternsgerechten Arbeiten.

Arbeitsfähigkeit ein Arbeitsleben lang zu fördern und auch mit alternden Belegschaften die Produktivität der Betriebe zu erhöhen, sind hochaktuelle Themen in der Arbeitswelt. Dementsprechend groß war das Interesse: An die 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Kärntner Betrieben haben die Informationsveranstaltung besucht.

Im ersten Teil des Programms – Alternsgerecht Arbeiten im Betrieb – stellten die Expertinnen von Arbeitgeber- und ArbeitnehmerInnenorganisationen die vier Themenbereiche der „Tipps und Lösungen“ vor.
Auf der Website sind diese Kapitel (Führung, Weiterbildung, Gesundheit, Arbeitsorganisation) so aufbereitet, dass eine Umsetzung im Betrieb möglichst leicht erfolgen kann.

Dr.in Julia Enzelsberger von der Industriellenvereinigung betonte, dass wertschätzendes Führungsverhalten einen enorm hohen Einfluss auf Kompetenz und Arbeitsfähigkeit für alle Generationen hat. Außerdem sei es wichtig, die Altersstruktur im Unternehmen zu kennen, um die unterschiedlichen Generationen ihren Fähigkeiten und Stärken gemäß optimal einsetzen zu können.
Bakk.a Hildegard Weinke von der Bundesarbeitskammer nannte als wesentliche Erfolgsfaktoren Ermutigung zum Lernen und auch Teamarbeit, bei der Ältere und Jüngere miteinander arbeiten und voneinander lernen.
Dr.in Ingrid Reifinger vom Österreichischen Gewerkschaftsbund stellte fest, dass das Älterwerden ein Umbauprozess, aber kein Abbauprozess ist. Geistig-soziale Fähigkeiten und fachliche Kompetenz nehmen mit dem Alter zu.

Durch Unternehmensbeispiele bekam das interessierte Fachpublikum dann konkrete Einblicke in die praktische Umsetzung.

Mag.a Christiana Zenkl, Head of Human Resources der Infineon Technologies Austria AG, präsentierte Programme und Aktivitäten zu alternsgerechtem Arbeiten. Alternsgerechtes Arbeiten ist – als ein Teilaspekt von Diversity – bereits seit längerem ein wesentliches Thema bei Infineon. Von Anfang an wurde dabei auf die enge Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat gesetzt. „Alter bedeutet Veränderung, aber nicht Verschlechterung“, stellte Christiana Zenkl klar. Ebenso wichtig war es, mit der Belegschaft gemeinsam Vorschläge für ein gesundes und alternsgerechtes Arbeitsumfeld zu entwickeln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten selbst aktiv werden und Ideen einbringen. Viele kreative Beiträge waren leicht umsetzbar und darüber hinaus mit relativ niedrigen Kosten verbunden. Eine dieser Ideen war etwa, durch einen deutlich sichtbaren Aufkleber vor dem Lift die Leute daran zu erinnern, dass sie auch die Treppe benützen können. Bewegung hält gesund!

Wolfgang Knes, Vorsitzender des Weltbetriebsrates der Mondi AG, stellte alternsgerechte Schichtplangestaltung bei Mondi vor. Schichtarbeit ist eine große Belastung für die Gesundheit, auch wenn dies vielleicht nicht gleich unmittelbar wahrgenommen wird. Der Körper lässt sich jedoch nicht umprogrammieren. Aus dieser Erfahrung heraus plädierte der Betriebsrat für allmähliche Veränderungen. So wurde beispielsweise die Anzahl der Nachtschichten hintereinander von sieben auf zwei bis drei Schichten reduziert. Diese Umstellung musste durch effektive Information und Überzeugungsarbeit – sowohl auf Managementebene als auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – gut vorbereitet werden. Eine Umfrage zum neuen Schichtplanmodell nach einigen Monaten Probebetrieb gab den Bemühungen recht: War anfangs „nur“ eine Mehrheit fürs neue Modell, gibt es jetzt eine ganz hohe Zustimmung!

Beratungen und Informationen zu alternsgerechtem Arbeiten (für den Betrieb) waren Schwerpunkt des zweiten Teils des Programms.

Mag. Wolfgang Haberl, AMS Kärnten, referierte zum Thema: Arbeit und Alter – Strategien und Förderinstrumente des Arbeitsmarktservice. Er stellte die Förderangebote des AMS in Kärnten vor und betonte, wie wichtig dafür die Einbindung der Betriebe ist.
Claudia Stumpfl von der Kärntner Gebietskrankenkasse sprach über betriebliche Gesundheitsförderung und alternsgerechtes Arbeiten und präsentierte
Angebote des Netzwerks BGF, speziell für Groß- und Kleinbetriebe.
Dipl.-Ing. Ernst Heidenreich, AUVA-Außenstelle Klagenfurt, hob für die
fit2work-Betriebsberatung hervor, dass die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit ein wesentlicher Aspekt ist und es viele Möglichkeiten der Unterstützung bei der (Re-)Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in Unternehmen gibt.
Susanne Oberleitner-Fulmek, MSc, NestorGOLD Kooperationspartnerin, berichtete über das
Gütesiegel NestorGOLD, mit dem vorbildliche alter(n)sgerechte Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet werden. Voraussetzung für eine Zertifizierung sei, dass Betriebe bereits im Vorfeld reflektieren, ob sie lebensphasengerechtes Arbeiten für alle Generationen ermöglichen.

Im Anschluss an die Veranstaltung gab es beim Get-together noch angeregten Gedankenaustausch am Buffet.

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